Kriegsmaterial, Rüstungspolitik und Rüstungshandel in der Schweiz des Kalten Krieges
Historischer Verein des Kantons St.Gallen
Der Vortrag von Prof. Dr. Sibylle Marti, SNF-Assistenzprofessorin am Historischen Institut der Universität Bern, nimmt die Rüstungspolitik und den Rüstungshandel in der Schweiz des Kalten Krieges in ihren vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Militär, Industrie, Politik und Öffentlichkeit in den Blick. Die Kriegsmaterialpolitik der ‚neutralen‘ Schweiz wurde wesentlich vom Kalten Krieg bestimmt, war aber auch durch innenpolitische Faktoren beeinflusst.
Der Vortrag zeigt, dass Rüstungskontrolle und Kriegsmaterialexporte gesellschaftlich umkämpfte Themen waren, die von Auseinandersetzungen und Skandalen begleitet wurden. Beleuchtet werden Widersprüche zwischen den Vorstellungen von schweizerischer Autarkie und Unabhängigkeit einerseits und der konstitutiven Abhängigkeit von westlichen Technologietransfers und ökonomischen Verflechtungen andererseits.
Eintritt frei, mit Apéro.