Die Waffenfabrik Solothurn AG und ihr (inter)nationales Netzwerk: Aufstieg und Niedergang 1929–1961
Historischer Verein des Kantons St.Gallen
Der Erste Weltkrieg ging 1918 zu Ende, Deutschland und Österreich standen auf der Verliererseite und die Siegermächte schränkten das Militär und die Rüstungsindustrie in diesen Ländern massiv ein. Die Entwicklung und Produktion von Waffen wurden deshalb in neutrale Staaten ausgelagert und eine Schattenrüstung aufgebaut. Mit der Beteiligung der deutschen Rheinmetall wurde 1929 die Waffenfabrik Solothurn AG in den Räumen der ehemaligen Patronenfabrik in Zuchwil gegründet.
Die Gründung dieser Fabrik wäre nicht möglich gewesen ohne ein internationales Netzwerk aus Unternehmen, Politik und Wirtschaft, welches es ermöglichte, eine deutsche Waffenfabrik in der Schweiz von 1929 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus zu betreiben. Der Vortrag wird gehalten von Franziska Weber, stellvertretende Leiterin Museum Altes Zeughaus, Solothurn und Co-Projektleiterin der Ausstellung «Im Visier: Die dunklen Geschäfte der Waffenfabrik Solothurn».
Eintritt frei, mit Apéro.